Wie Feuer wirklich funktioniert....
Dies könnte das Motto des Experimentalvortrags gewesen sein, den 25 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Schömberg miterleben durften. Durchgeführt wurde dieser von Bernhart Kern (Werkfeuerwehr Daimler) und Elmar Volkert, beide von der Feuerwehr Neuhausen. Zunächst vermittelten die beiden den Jugendlichen die Grundlagen eines Feuers, wie ausreichend Sauerstoff, eine Zündquelle oder das richtige Mischungsverhältnis. Im Anschluss wurden verschiedene Stoffe, wie z.B. Holzwolle, Watte, Mehlstaub oder Benzin in Brand gesetzt, um den Verbrennungsablauf zu beobachten.
Um ein Feuer richtig bekämpfen zu können, muss man natürlich auch verschiedene Löschmittel kennen und wissen, wie man sie einsetzen kann. Daher ging man im Anschluss auch auf den Kühleffekt von Wasser, die Funktion des Löschpulvers und verschiedene Schaumarten ein. Beim nächsten Versuchsaufbau ging es um die Entzündung eines Dampf- Luftgemisches, wie es z.B. bei Benzin vorkommt. Man konnte deutlich sehen, dass es die Gase sind die brennen und nicht etwa die Flüssigkeit selbst. Ein weiterer Versuch nahm die Metallbrände in den Fokus. Mittels einer Batterie wurde Stahlwolle entzündet. Die meisten dachten natürlich im Vorfeld, dass dieser Versuch sicher nicht funktioniert, sie wurden aber eines besseren belehrt.
Zum Abschluss wurde noch auf verschiedene Verbrennungsgeschwindigkeiten eingegangen. So erfuhren die Jugendlichen, dass bei einer Verpuffung die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Flamme in Zentimeter/Sekunde angegeben wird, bei einer Explosion hingegen sind es schon Meter/Sekunde.Nach 2 hochinteressanten Stunden, bei denen von Langeweile keine Spur war, endete die Übung der Jugendfeuerwehr, bei der das Feuer in verschiedenen Formen live erlebt werden konnte. Zum Abschluss überreichte Jugendgruppenleiter M. Weber den beiden Referenten als Dankeschön für Ihren Einsatz ein kleines Präsent und einen Wimpel der Jugendfeuerwehr Schömberg.